Mittwoch, 26. November 2014

Feedback-Mittwoch und ein großes Dankeschön

Heute gibt es bei mamimade wieder das Bloggerfeedback, die Endrunde.
Diesmal geht es um zwei ganz schlichte Fragen: Was ist am besten und was kann weg? Gibt es eine Rubrik, auf die ihr verzichten könnt, oder - da bei mir ja bisher noch wenige Rubriken zu finden sind - eine, die ihr euch zusätzlich wünscht? Was fehlt?


Heute habe ich aber noch einen anderen Grund zu bloggen, einen sehr schönen. Ich habe nämlich gewonnen bei 'Fragmente'! Und heute kam die Post.
Natürlich hab ich gleich reingeschaut. Nun freu ich mich doppelt. Eine Karte mit einem Motiv von Marc Chagall lag bei meinem Gewinn, der hier noch geheimnisvoll verpackt in seinem Beutel steckt.
Chagall gehört zu meinen Lieblingskünstlern, liebe H., welch eine Freude!



Nun aber zum Beutelinhalt ... eine Kette aus rosa Papierperlen und roten winzigen Glasperlchen hat den weiten Weg von Israel bis zu mir hoch in den Norden Deutschlands gefunden.


Ist die nicht hübsch?



Jetzt aber zurück zum Bloggerfeedback.
Wer mitmachen will, kann sich hier eintragen, falls es denn klappt; ihr wisst ja, Bloggertechnik ist nicht meine Stärke.



Montag, 24. November 2014

Wer ist Lucie?

Lucie Kroon ist die Hauptfigur meines Romans 'Zündstoff', in den ihr ab heute bei vorablesen reinschauen könnt.


Wie stelle ich jemanden vor, der nur virtuell existiert?
Neulich sah ich im Museum 'Portraits', die sich rein aus den Objekten zusammensetzen, mit denen sich der Portraitierte umgibt.
Also dann mal schauen ...



Hier ist Lucie aufgewachsen, und eigentlich hielt sie sich auch für eine richtige Großstadtpflanze:


Aber dann hat es sie in die Provinz verschlagen, genauer gesagt, hierher:


Lucie staunt selbst noch ein bisschen darüber, dass sie ausgerechnet in Schleswig ihren ersten Job als Architektin gefunden hat.
Ihr Beruf wäre ja auch für mich ein Traumberuf, wäre ich nur nicht so eine Mathe-Null, seufz. Außerdem erlebt Lucie, dass es durchaus seine Tücken hat, als jüngstes Mitglied in einem Architekturbüro zu arbeiten.
Ihr Chef, Rainer Calliesen, pflastert die gesamte Umgebung mit Wohnklötzen.


Eigentlich müsste Lucie als Architektin solche Bauten ja lieben, modern und innovativ, wie sie sind, aber das lauschige Schleswig weckt klammheimlich andere Träume in ihr.



Psst. Die Gründerzeit lässt grüßen.




Vermutlich wäre Lucie ebenso empört wie ich, wenn sie in der Zeitung gelesen hätte, dass diese schöne Villa Hoheneck bei Kiel abgerissen werden soll. So aber gestaltet sie brav avantgardistische Provinzfantasien für Rainer Calliesen und träumt von romantischen Portalen.


In Lucies Pass würde ein Polizist nüchtern lesen: Haarfarbe dunkelblond, Augen grau, Alter sechsundzwanzig-und-ein-bisschen.
Von den Wuschellocken, die manch ein unverschämter Kerl 'straßenköterblond' nennt, stünde da ebenso wenig, wie von Lucies Liebe zu spargeligen Absätzen.


Zu ihrem Leidwesen ist sie öfters gezwungen, solche Schuhe zu tragen:


Warum sich ihr Vorname Lucie schreibt und nicht so ...


... weiß ich auch nicht. Man müsste mal ihre Eltern fragen. Die waren so einfallsreich, Lucies großen Bruder Linus zu taufen; und Linus ist ein Fall für sich - eigentlich ihr Vertrauter und Ratgeber in allen Lebenslagen, triezt sie ihn so heftig, dass Linus auf Tauchstation geht. Wüsste er, was sein Schwesterherz derweil treibt, würden ihm garantiert die Haare zu Berge stehen.


Wegen ihrer Arbeit hat Lucie in Schleswig bisher kaum Zeit gehabt für ihre Hobbys. Immerhin hat sie sich zu einem Gitarrenkurs angemeldet, wo sie Fenja kennenlernt. Und damit beginnen ihre Probleme ...


... Lucie geht auf Verbrecherjagd.






Mittwoch, 19. November 2014

Blogdesign

Diesmal fragt Susanne von mamimade, wie euch das Blogdesign gefällt - eine Frage, die auch mich interessiert.


Was ist gut, was kann man verbessern?
Ist die Schrift zu nüchtern? Ist sie gut leserlich auf euren Monitoren? Welche Infos wünscht ihr euch in der seitlichen Spalte außer denen, die schon da sind?
Passen die Bilder zum Text?

Ich würde gerne statt der vorgeprägten Bücher ein privates Foto als Bloghintergrund wählen, leider habe ich das noch nicht hinbekommen.



Inzwischen habe ich von Blogger zu google+ gewechselt, aber damit kann ich leider wenig anfangen; stöhn, bisher dachte ich immer, ich kann Bananen schälen, also packe ich auch den Rest.



Immerhin Google friend connect habe ich kapiert, aber wie ich auf andere Weise Interessierten ermögliche, meinem Blog zu folgen, und wie ich umgekehrt bei anderen folgen kann, deren Blogs ich spannend finde, erscheint mir wie ein Buch mit sieben Siegeln.


Romane schreiben ist leichter. Schiffe bauen vermutlich auch.



Verlinkt euch hier, wenn ihr mitmachen wollt - oder auch nicht, mir scheint, einmal mehr muss ich vor der Technik kapitulieren.

1.





Oder hat es doch geklappt?? Frage ich mal in Mäuseschrift und lila = der letzte Versuch




Ich wünsche mir grade heftig einen Personaltrainer fürs Bloggen.

Eure Gea

Montag, 17. November 2014

Zündstoff

Das Cover habe ich euch ja schon gezeigt, aber nun kann ich etwas mehr über mein demnächst erscheinendes Ebook erzählen - und langsam steigt die Aufregung.


Erscheinen wird Zündstoff schon am 1. Dezember im Midnight Verlag von Ullstein als Ebook, das heißt, es wird den Roman vorerst nur virtuell geben, dafür ganz innovativ.
Für mich ist das eine spannende Umstellung, nachdem ich zuvor in Kleinstverlagen traditionelle Taschenbücher veröffentlicht habe.



Nur gut, dass ich wenigstens schon ein bisschen Erfahrung sammeln konnte, als ich im Sommer auf eigene Faust einen meiner Romane als Kindle-Ebook zweitveröffentlicht habe.


Mit einem richtigen großen Verlag zusammenzuarbeiten ist für mich jedoch absolutes Neuland und macht total viel Spaß.



Aufregend ist es auch (ich fühl mich wie auf hoher See, zwei Koffer in der Hand und kein Schiff in Sicht), ...
zumal ihr schon ab kommender Woche bei vorablesen.de reinschauen und euch ein eigenes Urteil bilden könnt.

https://www.vorablesen.de/buecher/zuendstoff



Worum es im Zündstoff geht??

Auf jeden Fall wird es explosiv.

Ich kopiere hier mal die Inhaltsangabe von vorablesen.de hinein:

Lucies Freundin begeht aus Liebeskummer Selbstmord, oder wurde Fenja von der Brücke gestoßen? Als Lucie ihren letzten Wunsch erfüllen und ihr Tagebuch Fenjas großem Schwarm Ragnar übergeben will, kommt ihnen eine Bombendrohung dazwischen. Kurz darauf erhält die Firma, in der Lucie als Architektin arbeitetet, ebenfalls eine Bombendrohung, und in der Fußgängerzone explodiert ein Haus. Richten sich die Attentate gegen Lucies Chef, den Vater von Ragnar? Oder steckt Ragnar selbst dahinter? Lucie beginnt zusammen mit einem alten Schulfreund von Fenja zu ermitteln, und bald kommen ihr Zweifel an den vordergründigen Motiven, denn offenbar will jemand in Fenjas Namen Rache üben. Dann findet Lucie einen Toten. Auf einmal zeichnet sich eine furchtbare Lösung ab und Lucies Leben hängt am seidenen Faden.



Samstag, 15. November 2014

Buch des Monats November

Bei niwibo, Nicole, gibt es eine schöne Aktion. Einmal im Monat kann man dort ein Buch empfehlen, vom Bildband bis zum Roman.

Daran beteilige ich mich gerne.


Heute möchte ich euch sogar gleich zwei Romane vorstellen - den einen kenne ich aber erst zur Hälfte und den anderen kann man noch gar nicht kaufen. Dafür kenne ich ihn in- und auswendig, weil ich ihn nämlich selbst geschrieben habe. Sobald er erschienen ist, erzähle ich euch mehr darüber, vorerst kann ich euch nur das tolle Cover zeigen, das der Ullstein-Midnight Verlag entworfen hat:



Jetzt aber zu dem Thriller, den ich zurzeit mit viel Vergnügen lese. Er ist von Robert Goddard, einem britischen Schriftsteller – und er ist richtig spannend, ohne blutrünstig zu sein.



Zum Inhalt:

Harry ist schon nicht mehr ganz taufrisch und hat die letzten Jahre nach etlichen Rückschlägen auf Rhodos als Hausmeister einer Politikervilla vertrödelt. Dort macht er die Bekanntschaft der jungen Heather. Er begleitet sie auf eine Bergtour, aber da er auch nicht der Sportlichste ist, lässt er sie alleine den Gipfel stürmen – auf Rhodos ist das eher eine Wanderung, keine Kletterei. Trotzdem verschwindet Heather spurlos. Man verdächtigt Harry, sie ermordet zu haben.
Er findet von ihr einen Film mit 24 Fotos – mit einer Analogkamera geschossen, denn die Geschichte spielt 1988 – und das liest sich schon manchmal nostalgisch.

Um Heathers Verschwinden aufzuklären, folgt Harry der Spur dieser Bilder nach England.
Seine Suche entwickelt für mich einen Sog, dem ich mich nicht entziehen kann. Natürlich habe ich einen Grundverdacht, was wohl dahinter stecken mag, aber Harry entdeckt ständig neue Hinweise und Geheimnisse, die sich nicht in mein Puzzle einfügen lassen. Umso neugieriger bin ich am Rätseln.

Das Englandbild des Romans ist anders als in vielen einschlägigen Geschichten sehr düster, was jedoch zum Flair des Romans gut passt. Und Harry ist ein ausgemachter Antiheld, nicht unbedingt der Protagonist, den ich mir ausgesucht hätte. Da er jedoch sehr gut nachvollziehbar geschildert wird, fiebere ich mit ihm und bin nun, nach gut der Hälfte, wild entschlossen, vor ihm den Grund für Heathers Verschwinden zu enttarnen. 

Mittwoch, 12. November 2014

Aktion bei mamimade

Ich bin heute spät dran, aber besser spät als nie.



Bei Mamimade gibt es eine spannende Aktion, aber ich lasse sie besser selbst sprechen und kopiere mal Susannes Text hier rein:



"Also nun denn. Dann geht es heute los. Euer Feedback zu meinem Blog. 
Das Thema heute: the magic 5 



5 Eigenschaftswörter, die euch spontan zu meinem Blog einfallen. Einfach so. 
Frisch von der Leber weg quasi. Fallen euch nur vier Worte ein, so ist das auch 
okay. Ihr sollt keinen Streß haben. 
Es geht darum, dass wir insgesamt am Ende des Tages ein paar ehrliche 
Eindrücke von außen bekommen. 
Denn - ehschonwissen - von innen hört man seine Stimme nämlich anders :-) 



Euer Kommentar wird, nicht erschrecken, nicht sofort freigeschalten. Die Idee 
dahinter ist klar. Ihr sollt euch nicht gegenseitig beeinflussen. Und auch hier im 
Text mache ich keine Vorschläge (und ooooh wie es mir gerade unter den Nägeln 
kitzelt ;-) 
(Anmerkung von mir, Gea: ich schmunzel, liebe Susanne :))

Veröffentlicht werden dann alle Kommentare morgen früh. 
Falls ihr also nachschauen wollt. Morgen ist dann hier Gelegenheit dazu! 



Jetzt also noch einmal:
Welche 5 Eigenschaftswörter fallen euch zu meinem Blog ein. Hinterlasst mir bitte 
einen Kommentar.

Vielen herzlichen Dank im vorhinein 
aufgeregtbin* 
Susanne"



Soweit Susanne, und ich schließe mich einfach mal an, auch wenn es bei mir noch nicht so viel zu sehen und zu lesen gibt, weil Geas Welten ja noch ein ganz neues Blog ist.
Eure Gea, auch grade aufgeregt

Mittwoch, 5. November 2014

mittwochs mag ich ... Poesiealben

Immer wenn ich beim leidigen Überarbeiten sitze, muss ich an mein Poesiealbum denken. Das ist es:


Was hat dieses Büchlein mit der Korrektur von Romanmanuskripten zu tun?
Ganz einfach: Meine allererste und allerliebste Lehrerin hat mir einen denkwürdigen Spruch hineingeschrieben:


Schularbeiten machen:
An
auf
hinter
neben
in.
Ich sitz in meiner Stube drin.
Muß büffeln und schnüffeln
an auf und in.
Muß zischen und mischen
an auf und zwischen
und ging doch viel lieber
auf hinter und über
den Zaun und das Tor
in zwischen und vor.


Das spricht mir aus der Seele - genauso fühle ich mich auch jetzt noch als Erwachsene, wenn ich 'Hausaufgaben' machen muss. Wie tröstlich, ich bin jung geblieben :).


Hattet ihr auch ein Poesiealbum? Besitzt ihr es noch?
Meines hüte ich wie einen Schatz, weil es wirklich sehr schöne Sprüche und Details enthält.
Kinderwünsche und bezaubernde Arbeiten der Erwachsenen, denen ich mein Büchlein unter die Nase gehalten habe.


Weil ich mein Poesiealbum liebe, verlinke ich diesen Post jetzt mal mit Frollein Pfaus schöner Aktion MMI.


Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren ein paar von euren Lieblingssprüchen schreibt.
Eure Gea

Sonntag, 2. November 2014

Was haben Brücken mit der Sonntagsarbeit von Autoren zu tun?

Wie stellt ihr euch das Autorenleben vor?
Der Schriftsteller sitzt von der Muse geküsst in seiner Kemenate, und die Gedanken fließen wie ein wilder Strom aus Leidenschaft aufs Papier ... in den PC, wir sind schließlich modern?
JAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa........................!!



Das sind die Phasen, die wir wirklich genießen.
Leider gehört zum Autorendasein auch eine weniger kreative Zeit, eine, in der man zum Erbsenzähler wird und jedes Wort auf die Goldwaage legt - übrigens ein Spruch, den schon Martin Luther benutzte.

Es geht ums Überarbeiten.



Da sitzt man dann am PC und ... stöhnt.
Was habe ich bloß wieder holperig fabuliert? Weia, das von mir?
Und das führt mich zu den Brücken, deren Bilder diesen Post auflockern sollen, weil es nämlich echt um drögen Autorenkrams geht.



Brücken als Wörter, das sind für mich diese kleinen Unscheinbarkeiten, die einen Absatz zum Fließen bringen.



Ich werde euch das an einem Beispiel verdeutlichen - das erfordert von euch aber, dass ihr viermal denselben Text lest, jedesmal ca. 100 Wörter. Ich hoffe, die Muße habt ihr.



Also los:

Der Hund spürte ihren Ernst. Er hielt sich dicht an ihrer Seite. Eine Leine wäre überflüssig gewesen. Ivola stoppte im Schilf. Der Fluss hatte sich in mehrere Arme aufgefächert. Ivola war über zwei winzige Brücken balanciert. Deren schwarz aufgequollene Planken ragten kaum aus dem Wasser. Es gab keine Geländer. Auf beiden Seiten dampfte dicker, dunkler Morast. Dahinter wirbelte das Schilf in den heftiger werdenden Böen. Unvermittelt peitschten Regentropfen zur Erde. Tabu schüttelte sich. Er wollte umkehren. Ivola zog ihn zu einer unzählige Male gestutzten Korbweide. Deren unterer Stamm bot ein gutes Versteck. Der Stamm war dick und aufgerissen.

Merkt ihr was? Man liest ... und es stockt. Das sind Hauptsatzreihen. Ein Satz schließt sich übergangslos an den vorigen an. So recht will kein Flair entstehen.

Was also tun?
Brücken schlagen!



Hier mal eine Variante:

Der Hund spürte ihren Ernst und hielt sich dicht an ihrer Seite. Eine Leine wäre überflüssig gewesen. Ivola stoppte im Schilf. Der Fluss hatte sich in mehrere Arme aufgefächert, und Ivola war über zwei winzige Brücken balanciert. Deren schwarz aufgequollene Planken ragten kaum aus dem Wasser, und es gab keine Geländer. Auf beiden Seiten dampfte dicker, dunkler Morast, und dahinter wirbelte das Schilf in den heftiger werdenden Böen. Unvermittelt peitschten Regentropfen zur Erde, und Tabu schüttelte sich. Er wollte umkehren, und Ivola zog ihn zu einer unzählige Male gestutzten Korbweide. Deren unterer Stamm bot ein gutes Versteck, und der Stamm war dick und aufgerissen.

Wie ist das? Ich habe je zwei Sätze stereotyp mit UND verbunden. In diese Gefahr gerate ich ganz schnell; auch bei anderen Autoren fällt mir das oft auf. Es 'untet'.
Suboptimal.



Darum die nächste Variante mit anderen Brücken:

Der Hund spürte ihren Ernst, deshalb hielt er sich dicht an ihrer Seite. Eine Leine wäre überflüssig gewesen, bis zu dem Moment, als Ivola im Schilf stoppte. Der Fluss hatte sich in mehrere Arme aufgefächert, darum war Ivola über zwei winzige Brücken balanciert. Deren schwarz aufgequollene Planken ragten kaum aus dem Wasser, auch gab es keine Geländer. Auf beiden Seiten dampfte dicker, dunkler Morast, während dahinter das Schilf in den heftiger werdenden Böen wirbelte. Unvermittelt peitschten Regentropfen zur Erde, darum schüttelte sich Tabu. Er wollte umkehren, weshalb ihn Ivola zu einer unzählige Male gestutzten Korbweide zog. Deren unterer Stamm bot ein gutes Versteck, weil der Stamm dick und aufgerissen war.

Wie gefällt es euch jetzt?
Hmmm ... statt UND jetzt eben DARUM und WEIL sowie weitere Brückenwörter. Im Deutschunterricht habt ihr die als Konjunktionen kennengelernt, das war nicht unbedingt das spannendste Thema ;).
Brücken klingt viel besser, oder?



Schließlich noch eine vierte Version, diesmal habe ich alle Möglichkeiten gemischt, Wörter umgestellt - und habe endlich die Ausgangsbasis für meinen Text, an der ich nun noch feilen kann, bis ich die Geduld verliere.

Der Hund spürte ihren Ernst, darum hielt er sich dicht an ihrer Seite. Eine Leine wäre überflüssig gewesen bis zu dem Moment, an dem Ivola im Schilf stoppte. Der Fluss hatte sich in mehrere Arme aufgefächert, und Ivola war über zwei winzige Brücken balanciert, deren schwarz aufgequollene Planken kaum aus dem Wasser ragten. Geländer gab es keine. Auf beiden Seiten dampfte dicker, dunkler Morast, dahinter wirbelte das Schilf in den heftiger werdenden Böen. Unvermittelt peitschten Regentropfen zur Erde. Tabu schüttelte sich und wollte umkehren, aber Ivola zog ihn zu einer unzählige Male gestutzten Korbweide, denn ihr unterer Stamm bot – dick und halb aufgerissen – ein gutes Versteck.


Ihr seht, Autorendasein ist manchmal ganz schön kniffelig.
Aber was tun wir nicht alles, um unserer Fantasie Leben einzuhauchen.
Habt einen schönen Sonntag. Ich jongliere mit Brücken.


Eure Gea